Wissenswertes über Juniorenwelt

Anfangs der 1960er Jahre kam in Deutschland ein neuer Modetrend ins Gespräch, die Jeans.
Die Jeans wurden für die damaligen Jugendlichen zum Sinnbild des Aufbegehrens gegen das konservativ eingestellte Bürgertum, das sich nach der Wiederaufbauphase in Deutschland gebildet hatte.
Als Gegenpol zur vorherrschenden Meinung der Älteren in den Zeiten des Wirtschaftswunders, dass materielle Werte, vorrangig vor den ideellen Werten erstrebenswert seien, entwickelte sich eine Protestbewegung bei den Jugendlichen, die auf der Suche nach neuen ideellen Werten waren.
Die von den amerikanischen Soldaten eingeführten Jeans oder Nietenhosen wurden zum Sinnbild für Freiheit, Jugendlichkeit und Sportlichkeit.
Filmschauspieler, wie
James Dean und Marlon Brando, die Filmidole der damaligen Jugend in den 1950er und 1960er Jahren, rebellierten in Ihren Filmen gegen Vorurteile und Establishment. Diese Idole trugen Jeans, T-Shirt und Lederjacke und wurden dadurch zum modischen und antiautoritären Vorbild schlechthin.
Die Jeans hatten auch erheblichen Anteil an der Befreiung der Mädchen von Kleid und Rock. Mädchen trugen plötzlich Hosen, noch dazu enge, und die moralisch festgefügte Welt der Erwachsenen kam ins Wanken.
Trotz aller Verbote, an Schulen und am Arbeitsplatz wurden Jeans nur ungern gesehen, setzte sich die Jeans durch und ihr Siegeszug ist bis heute nicht beendet.
Die Jeans, anfänglich als symbolisches Zeichen des Protestes gegen das angepasste Bürgertum getragen, entwickelte sich nach und nach immer mehr zu ganz normaler Alltagskleidung und wird heute, egal ob Schüler, Student, Lehrer oder Wohlstandsbürger ganz selbstverständlich getragen, egal ob Männlein oder Weiblein.